Programm des Institutstags:

# Freitag, 13.11. – Ihnestr.21

# 10.15 – 11.45:
# Diskussion “Wie geht es weiter am OSI?”
Diskussion über den OSI-Strukturplan, mit einem Grußwort von Klaus Beck, Dekan des Fachbereichs, weitere Informationen: siehe unten

# 12.00 – 13.30:
# Studentisch organisierte Arbeitsgruppe (Ergebnisse: hier klicken)

# 13.30 – 14.30:
# Mittagspause

# 14.30 – 15.00:
# Zusammenstellung und Vorstellung der Ergebnisse der Arbeitsgruppen

# 15.15 – 18:00:
# Reform des BA/MA Politikwissenschaft
Vorstellung des Entwurfs und Diskussion, weitere Informationen: siehe unten

# anschließend: kleine Feierei

---

Wie geht’s weiter am OSI?

Diskussion über den OSI-Strukturplan 10.15 Uhr – 11.45 Uhr

Der Strukturplan des Otto-Suhr-Instituts legt fest, welche Professuren es in Zukunft geben soll. Der aktuell gültige Strukturplan mit 13 Professuren wurde im Mai 2008 vom Instituts- und Fachbereichsrat beschlossen – allerdings ist die Art seines Zustandekommens und seine Ausgestaltung heftig umstritten. Die Studierenden fordern seither eine öffentliche Diskussion und eine Revision des Strukturplans, in dem es u.a. keine Vollprofessur Ideengeschichte mehr gibt. Der Institutstag bietet nun endlich die Möglichkeit, dass Studierende und Lehrende gemeinsam überlegen, wie die Stellenstruktur am Institut in Zukunft aussehen soll. Zum Weiterlesen: Der umkämpfte OSI-Strukturplan 2008

1. Grußwort Klaus Beck,
Dekan des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften

2. Vorstellung:
Entwicklung der Personalstruktur am Otto-Suhr-Institut (1998 bis heute)

3. Der OSI-Strukturplan:
Stand Mai 2008, Stand November 2009
Vorschlag studentischer Vorbereitungsgruppe
Vorschlag von Professor Hajo Funke

4) Diskussion (Moderation: Daphne Stelter, Prüfungsbüro OSI)

---

Studentisch organisierte Arbeitsgruppen

Am Institutstag wollen wir Studierenden nicht nur hören, was andere zu sagen haben, sondern mitreden. Denn es geht uns alle an, wie das Institut in Zukunft aussehen soll. In verschiedenen Arbeitsgruppen wollen wir Informationen austauschen, Probleme diskutieren und Vorschläge für die Zukunft des Otto-Suhr-Instituts ausarbeiten. Folgende AGs sind bislang geplant:
.

1. Was wird aus der Ideengeschichte?

In dieser AG wollen wir unter anderem folgenden Fragen nachgehen:

* Vom Zentrum des OSI an die TU und wieder zurück? Was ist passiert mit der Ideengeschichte? Eine kurze Chronologie der Ereignisse

* Der Fall Ideengeschichte als Exempel: Die Bedeutung der Theorie für die Politikwissenschaften in Zeiten von Sonderforschungsbereichen, „Internationale Beziehungen“ und Drittmittelfinanzierung

* Und nun? Über die Möglichkeiten einer Wiederverankerung ideengeschichtlicher Lehre und Forschung am OSI

organisiert von Rosa Koumari, Corinne Kaszner und Marvin Gamisch
---

2. Das OSI ohne kritische Internationale Politische Ökonomie?

Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise hat uns die Notwendigkeit einer ökonomisch fundierten Kapitalismusanalyse und -kritik wieder bewusst gemacht: Selten sind die Unzulänglichkeiten der marktliberalen und institutionalistischen Perspektive der Internationalen Politischen Ökonomie (IPÖ) so drastisch vorgeführt worden. Wir sind der Auffassung, dass die vorherrschende IPÖ blinde Flecken aufweist, die nur mithilfe kritischer Ökonomieansätze analysiert werden können. Es geht uns um Fragen der Ausbeutung, um einen kritischen Begriff des Nationalstaates und um die Kritik der politischen Ökonomie als Herrschaftskritik. Und es geht darum, warum und zu welchem Ende wir (Internationale) Politische Ökonomie betreiben.
In der AG möchten wir gemeinsam mit euch die Frage diskutieren, wie die Ökonomieausbildung am OSI aussehen sollte. Dazu wollen wir in einer „Zukunftswerkstatt“ zunächst unsere Kritik am Status Quo zusammentragen. Im zweiten Schritt werden wir Ideen und Wünsche formulieren – und über Wege nachdenken, wie wir diese realisieren können.

organisiert von Michel Depping und Anna Weber
---

3. Afrika-Lehre und (Anti-)Rassismus am Institut

Die Uni ist kein Raum, der frei von Rassismus ist. Kolonial entstandener Rassismus schreibt sich im Alltag und in universitärem Wissen fort. Andere Perspektiven als die der weißen Mehrheitsgesellschaft sind selten und werden von People of Colour und postkolonialen Theoretiker_innen eingefordert. Wir wollen uns in der Arbeitsgruppe mit der Afrikalehre, der Rolle postkolonialer Theorien und kritischer Weißseinsforschung am OSI auseinandersetzen. Die AG lebt von Eurem Input, dem Austausch und der gemeinsamen Diskussion.

organisiert von Samia Dinkelaker und Johanna Kösters
---

4. Gender am OSI

In dieser AG wollen wir uns mit Geschlecht am OSI beschäftigen. Für die vorbereitende Gruppe gehören dazu Personalstruktur und -politik sowie geschlechtersensible und feministische Perspektiven in Forschung und Lehre. Einige Fragen, über die wir sprechen möchten, lauten: Welche Rolle spielt Geschlecht bei der Besetzung von Stellen am OSI und wie kann Gleichstellung gewährleistet werden? Wie wollen wir mit der häufig willkürlichen Zuordnung des Kürzels „GEND“ zu Veranstaltungen umgehen? Was können wir dafür tun, dass geschlechtersensible und feministische Perspektiven stärker in Lehre und Forschung repräsentiert und verankert werden? Eine Möglichkeit, diesbezüglich etwas zu bewegen, sehen wir darin, Vorschläge für die neuen Studienordnungen zu machen. Wir freuen uns über die Themen und Fragen, die ihr mitbringt!

organisiert von Yvonne Blos und Birgitta Wodke
---

5. Gremienarbeit am OSI

IR, FBR, gD, ABK…? Wie bitte? Wenn du genauer wissen willst, was sich hinter diesen Abkürzungen verbirgt, wer in welchem Gremium was macht und was das für dich und dein Studium bedeutet, dann bist du in dieser AG genau richtig. Und wenn alle Fragen geklärt sind, überlegen wir uns gemeinsam, wie wir als Studierende in den Gremien an Institut und Fachbereich unsere Ziele erreichen können.

organisiert von Dennis Lantzberg
---

6. Wenn das OSI wieder schmerzt – alltägliche Probleme, Sorgen, Lösungsperspektiven

Viele Probleme und problematische Entwicklungen am Institut sind bekannt und werden teilweise auch von vehementen Diskussionen und Aktionen begleitet. Aber was ist mit all den Frakturen, offenen Brüchen oder anderen Baustellen, die bisher keine oder zu wenig von der Öffentlichkeit rezipiert werden? All die kleinen und großen Dinge, die den Uni-Alltag immer wieder belasten? Diesen Dingen wollen wir in der AG nachspüren und einen Raum schaffen, in dem alle zu Wort kommen und sich einbringen können.

organisiert von Lena Krone, Johannes Schreiber und Mariana Schütt
---

7. Selbstbestimmtes Lernen – Projekttutorien und „Independent Studies“

Das OSI sollte keine Institution sein, in der Studierende bloß Lerninhalte konsumieren, Scheine abarbeiten und möglichst schnell einen Abschluss erreichen. Wir begreifen Uni auch als Ort, an dem sich Studierende selbstbestimmt mit Fragen beschäftigen können und Freiräume erkämpfen und gestalten. Das Modul „Wissenschaftspraxis“ bietet am OSI bereits in bestehenden Studienordnungen die Möglichkeit, selbstständig „Independent Studies“ zu betreiben – über diese Chance wollen wir informieren. Und wir wollen in unserer AG gemeinsam überlegen, wie an der FU wieder ein Projekttutorien-Programm eingerichtet werden kann – mit von Studierenden organisierten und von der FU bezahlten Seminaren. Die neue BA-Ordnung sieht solche Projekttutorien vor.

organisiert von Christine Jennissen, Cica Sousa und Volker Strähle
---

8. Das OSI vor dem Bildungsstreik

Wir haben einen heißen Sommer hinter uns – im Juni gingen Schüler und Studierende zu Hunderttausenden auf die Straße. Wir belagerten dabei auch für eine Woche das OSI. Aber was passierte mit unseren Forderungen? So gut wie nichts wurde umgesetzt, größtenteils wurden unsere Änderungsvorschläge einfach übergangen. Deshalb wird der Bildungsstreik in diesem Herbst fortgesetzt, auch am OSI. Wie wir ihn gestalten wollen, das liegt in unser aller Hand. Deshalb kommt in die Bildungsstreik-AG und denkt euch mit uns gemeinsam kreative und wirkungsvolle Aktionen aus, mit denen wir unser Institut auch im Herbst wieder auf Trab bringen können.

organisiert von Franziska Meyer und Christina Wüstefeld
---

9. Die OSI-Zeitung Revisited

Die Geschichte der OSI-Zeitung ist nicht zu denken ohne die Geschichte des Institutstags am OSI: was auf dem letzten Institutstag 2006 erfolgreich zur Wiederbelebung führte, soll auch in diesem Jahr wieder Schwung in die Schreibstube bringen. Mit frischem Geist und neuen Gesichtern wollen wir resümieren, ob die OZ ihrem (damaligen) Anspruch noch gerecht wird und wohin die Zukunft führen kann. Ob als Ideenschmiede, Nachwuchsförderungsmaßnahme, munteres Redaktionsgeplauder oder Medium der Selbsterkenntnis – was die AG bringt, entscheiden ihre Teilnehmer. Und außerdem gibt’s Kuchen.

organisiert von Bianca Geburek und Moritz Ritter

Die AGs werden sich zu Beginn der AG-Phase genauer vorstellen. Weitere AG-Angebote sind gerne gesehen. Bitte kommt dazu spätestens am Mittwoch den 11.11. zum Vorbereitungstreffen. 12h, Foyer der Ihnestr. 21

---

Plenum zur BA/MA-Reform
von 15.15 – 17.45 Uhr

Die Kritik am aktuellen OSI-Bachelorstudiengang ist vielfältig: zu große Arbeitsbelastung, kurzer Zeithorizont des Studiums, geringe Wahlfreiheit, Oberflächlichkeit der inhaltlichen Auseinandersetzung… Ein Zurück zum Diplom scheint jedoch nicht mehr möglich. Deshalb geht es nun darum die aktuellen BA/MA-Studiengänge zu reformieren. Eine Arbeitsgruppe aus Studierenden, Lehrenden und Mitarbeiter_innen der Verwaltung hat dazu einen Vorschlag erarbeitet, der ein „Y-Modell“ vorsieht, das die Entscheidung zwischen einem sechsemestrigen und achtsemestrigen Bachelor ermöglicht. Mit dem Angebot eines achtsemestrigen Bachelors geht die Verkürzung des allgemeinen Masters Politikwissenschaft auf zwei Semester einher.

Alle Studierenden und Lehrenden sind nun gefragt, im Plenum ihre Meinung zum Reformvorschlag kundzutun. Wir wollen vermeiden, dass Mängel der aktuellen Studienordnungen unbehoben bleiben!

Wer sich bereits vorab über die Details des Vorschlags informieren möchte, findet auf Blackboard unter dem Kurs „OSI 4-JAHRES-BACHELOR“ sämtliche Protokolle der Arbeitsgruppe sowie die Konzeptionen der Studiengänge.

Ablauf

1. Vorstellung des Vorschlags für eine BA/MA-Reform
(Kristina Kämpfer, Isabella Weber)

2. Diskussion des Reformvorschlags im Plenum
(Moderation: Cilja Haders)